Bericht der Schulleiterin für den Elternrat am 2. Juni 2026

1) Einblick in schulische Veranstaltungen und das Schulleben

Nach dem Abschluss der schriftlichen Abiturprüfungen Anfang Mai standen für viele Lehrkräfte die Erst- und Zweitkorrekturen an, die zahlreiche Kolleginnen und Kollegen bis in die Ferien hinein beschäftigt haben.
Darüber hinaus fanden die Berufsinformationstage für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe statt. Diese boten vielfältige Gelegenheiten, eigene Vorstellungen von der Berufswelt im Austausch mit Expertinnen und Experten zu konkretisieren und zu reflektieren. Die Veranstaltung ermöglichte einen direkten Zugang zu Ausbildungswegen, Studienmöglichkeiten und ersten beruflichen Kontakten.
Der Mai stand zudem im Zeichen der politischen Bildung: Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 nahmen an einem Gespräch mit dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert am Hansa-Gymnasium teil. Der 10. Jahrgang setzte sich im Vorfeld des Bürgerschaftsreferendums intensiv mit aktuellen politischen Fragestellungen auseinander, unter anderem mit der Olympia-Bewerbung Hamburgs, und kam hierzu mit Bürgerschaftsabgeordneten ins Gespräch. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler demokratische Prozesse, kritisches Denken und respektvollen Diskurs exemplarisch erfahren.
Auch das traditionelle Konzert „Frühlingsklänge“ in Kooperation mit der Musikschule Hamburg war ein voller Erfolg und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Genres und Epochen.
Einen besonderen Erfolg erzielte Carl Canstein (Klasse 6), der mit seinem Trompetentrio in der Altersgruppe III im Bereich „Kammermusik für Blechblasinstrumente“ beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Platz belegte. Wir gratulieren herzlich und wünschen weiterhin viel Freude und Erfolg!
Aktuell befinden sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Austausch in Paris, während wir gleichzeitig Gäste unserer Partnerschule aus Bordeaux begrüßen. Wir wünschen allen Beteiligten bereichernde interkulturelle Erfahrungen und bleibende Eindrücke.

2) Einblick in die Schulentwicklungsarbeit

Nach intensiver Vorbereitung und ausführlichen Beratungen in den schulischen Gremien wurde auf der letzten Schulkonferenz eine neue Schul- und Handyordnung mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Ausgangspunkt war die verbreitete Unzufriedenheit mit der bisherigen Regelung. Lehrkräfte berichteten, dass das bestehende Handyverbot häufig nicht eingehalten werde und insbesondere während der Pausen in den Klassenräumen schwer kontrollierbar sei. Gleichzeitig wird der steigende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen in der Forschung zunehmend kritisch bewertet. Viele Studien zeigen, dass eine konsequent umgesetzte Einschränkung der Handynutzung im Schulalltag positive Effekte haben kann, darunter eine höhere Konzentration, weniger Ablenkung, ein verbessertes Lernklima, bessere Lernergebnisse sowie mehr Bewegung und soziale Interaktion in den Pausen.
Vor diesem Hintergrund wird ab dem Schuljahr 2026/27 folgende Regelung gelten: Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 bewahren ihre Smartphones und andere internetfähige Geräte während der gesamten Schulzeit ausgeschaltet in der Schultasche auf. Zudem verbringen diese Jahrgänge die Pausen grundsätzlich auf dem Schulhof, um Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft zu fördern. Begleitet wird diese Maßnahme durch die Arbeit der AG „Schulhofgestaltung“, die den Schulhof auch noch weiter gestalten möchte, sowie durch das Konzept der „Bewegten Schule“.
Für die Jahrgänge 10 bis 12 gilt eine differenzierte Regelung: Im Sinne der Vorbereitung auf Studium und Beruf sollen die Schülerinnen und Schüler einen zunehmend eigenverantwortlichen Umgang mit digitalen Medien entwickeln. Die Nutzung von Smartphones ist ihnen daher in den Pausen in den Klassenräumen erlaubt, nicht jedoch in den Fluren oder auf dem Schulhof. Zugleich wird von ihnen erwartet, eine Vorbildfunktion für die jüngeren Jahrgänge zu übernehmen.

Neben den bereits begonnenen Renovierungsarbeiten wurden weitere Maßnahmen im denkmalgeschützten Altbau (Haus A) initiiert: In Zusammenarbeit mit einem mit der Schule vertrauten Architekten wurde ein Entwurf zur Neugestaltung des Innenbereichs des Eingangs entwickelt. Zudem wurde der Kontakt zur Denkmalbehörde aufgenommen, um insbesondere Fragen des Farbkonzepts gemeinsam abzustimmen.
Noch vor den Sommerferien wird der von der Steuergruppe und der Schülervertretung geplante Verschönerungstag „Luise putzt sich raus“ stattfinden. An diesem Tag gestalten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Schule als Lebens- und Lernraum.
Derzeit läuft zudem eine anonyme Bedarfsabfrage, um Wünsche und Ideen des Kollegiums für die Umgestaltung des Lehrkräftezimmers zu erfassen und in die Planung einzubeziehen.

3) Ausblick auf Veranstaltungen und Arbeitsschwerpunkte

Die Chor-Ensembles des Luisen-Gymnasiums wirken am Chorfestival Bergedorf (Konzert am 6. Juni im Körber-Haus) sowie an der Veranstaltung „Elphi singt“ in der Elbphilharmonie am 13. Juni mit.
Mit großem Engagement bereiten Kolleginnen und Kollegen den bundesweiten Anne-Frank-Tag am 12. Juni vor. Ziel dieses Aktionstages ist es, an Anne Frank und die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern, für Antisemitismus und Rassismus zu sensibilisieren und das Engagement für eine demokratische Gesellschaft zu stärken. An unserer Schule wird der Tag durch vielfältige Projekte und Aktionen gestaltet, die zur Auseinandersetzung und Reflexion anregen.

Mitte Juni finden die mündlichen Abiturprüfungen statt.

Wir freuen uns sehr, dass das Projekt KULTURISTENHOCH2 im kommenden Schuljahr erneut an unserer Schule durchgeführt wird. Diese sozio-kulturelle Initiative bringt Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen mit Oberstufenschülerinnen und -schülern zusammen. Ziel ist es, durch gemeinsame kulturelle Aktivitäten Begegnungen zu schaffen, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und so gegenseitiges Verständnis zu stärken.

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